Was bedeutet es, Kindersoldat zu sein?

Kinder, die Soldaten sein müssen, haben keine Kindheit mehr. Sie können nicht zur Schule gehen, sich nicht mit Freunden treffen und auch nicht spielen.
Sie haben keine Zukunft. Denn sie sind oft von Verletzungen betroffen und können auch getötet werden.
Oft werden sie von den Erwachsenen bewusst in sehr gefährliche Situationen geschickt: in feindliche Minenfelder oder zu "Sturmangriffen" missbraucht, wo sie kaum eine Chance haben zu überleben.
Da Kinder oft nicht einschätzen können, wie gefährlich dies für sie ist, bringen sie sich leicht in große Gefahren.
Die Härte des Militärlebens setzt den Kindersoldaten sehr zu. Sie werden hart behandelt und bei kleinsten Fehlern bestraft. Sie brechen unter den schweren Traglasten zusammen. Unterernährung, Infektionen der Atemwege, Hautkrankheiten und andere Beschwerden sind weit verbreitet. Kindersoldaten können zudem durch Drogen und Alkoholmissbrauch gefährdet werden.
Viele leiden unter dem, was sie erlebt haben: sie können nicht mehr richtig schlafen und haben böse Träume. Und, sie verlieren das Vertrauen zu anderen Menschen.
Ein ehemaliger Kindersoldat aus Burundi:
"Wir verbrachten schlaflose Nächte mit dem Warten auf den Feind. Meine erste Aufgabe war es, eine Lampe für die älteren Rebellen zu tragen. Später wurde mir gezeigt, wie man Handgranaten einsetzt. Etwa nach einem Monat trug ich ein AK-47-Gewehr danach bekam ich sogar ein deutsches G-3-Gewehr."
Ein 15-jähriger aus der früheren Republik Jugoslawien:
"Ich pflege die Waffen, schreibe Berichte und koche. Ich arbeite für die serbischen Tiger."
Die 14-jährige C. wurde aus Kitgum in Uganda von der Lord Resistance Army (LRA) in den Sudan verschleppt:
"Ich wurde einem Mann zugeteilt, der gerade seine Frau ermordet hatte. Ich bekam kein Gewehr, half aber bei den Entführungen und den Lebensmittelplünderungen der Dorfbevölkerung.!"
Ein 14 -jähriges Mädchen, das von der Rebellenbewegung RUF in Sierra Leone verschleppt wurde:
"So oft habe ich still in mein Herz geweint, weil ich nicht laut zu weinen wagte."