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Aung San Suu Kyi - gewaltfreier Einsatz für Menschenrechte

Foto: UN Photo/Violaine Martin
Aung San Suu Kyi

 

 

"Frieden bedeutet jedoch nicht, einfach nichts zu tun. Um Frieden zu erreichen, muss man hart arbeiten."

 

Aung San Suu Kyi in: Bye Bye War. Audio-CD.Übersetzung aus dem Englischen Transkript von Serto, Leban/ Zeite, Chungsek.

 

 

 

Name: Aun San Suu Kyi

Geburtstag: 19. Juni 1945

Geburtland: Myanmar

Wirken: Sie ist eine berühmte politische Aktivistin und Politikerin in Myanmar.

Seit Jahren kämpft sie friedlich für die Menschenrechte. Im Bürgerkrieg in Myanmar hat sie zwischen den Konfliktparteien vermittelt.

Besonderes: Sie stand 15 Jahre lang unter Hausarrest in ihrer Heimat. 

1991 erhielt sie den Friedensnobelpreis für ihren unermüdlichen Einsatz für Freiheit und Gerechtigkeit in Myanmar.

Foto: UN Photo/Rick Bajornas
Aung San Suu Kyi

 

 

Aung San Suu Kyi ist eine Frau, die sich seit über 30 Jahren für die Freiheit und Rechte der Menschen in Myanmar, einem Land in Südostasien, einsetzt. Sie durfte deshalb fast 15 Jahre lang ihr Haus nicht verlassen. In Myanmar wurde sie für viele Menschen zur Hoffnungsträgerin für ein besseres Leben.

Aung San Suu Kyi lebte lange Zeit mit ihrer Familie in England, kehrte aber 1988 auf Grund der Krankheit ihrer Mutter wieder nach Myanmar zurück. Dort erlebte sie selbst die Unterdrückung der brutalen Militärherrschaft in Myanmar, die Missachtung der Menschenrechte gekennzeichnet war. Viele Menschen dort waren unzufrieden.

Aung San Suu Kyi schloss sich Demonstrationen von Studenten und Mönchen an, die immer wieder für ein demokratisches Myanmar auf die Straßen gingen. Sie übernahm dort bald eine Führungsrolle in der Partei "Nationale Liga für Demokratie". Besonders wichtig waren für sie die Einhaltung der Menschenrechte und die Einführung der Demokratie in Myanmar. Dies sollte jedoch ohne Gewalt erreicht werden. Deshalb bot sie der Militärregierung immer wieder Gespräche zur gegenseitigen Annäherung an, die ihr jedoch stets verweigert wurden.

Die Militärregierung sah in Aung San Suu Kyi eine Gefahr für ihre Macht und stellte sie deswegen fast 15 Jahre lang unter Hausarrest. In dieser Zeit durfte sie ihr Haus nicht verlassen und auch keinen Besuch empfangen. Manchmal wurde ihr Ausgangsverbot gelockert oder sogar kurzfristig aufgehoben. Diese Situationen nutzte sie bewusst, um der Bevölkerung Mut zu machen, sich weiter für die Erhaltung der Menschenrechte einzusetzen.

Gleichzeitig versuchte Aung San Suu Kyi über Interviews mit ausländischen Journalisten und über geheime Videonachrichten andere Ländern, wie z.B. die Regierung und Bevölkerung in den USA, auf die Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen. Damit hatte sie großen Erfolg. Viele Staaten forderten nun die Militärregierung auf, die Menschenrechte zu beachten und Aung San Suu Kyi sowie ihre Unterstützer frei zu lassen. Es dauerte noch einige Jahre bis schließlich im November 2010 der Hausarrest von Aung San Suu Kyi vollständig aufgehoben wurde.

Aber erst Anfang des Jahres 2012 wurden die meisten anderen politischen Gefangenen freigelassen. Dies war ein kleiner Schritt für die Verwirklichung der Demokratie in Myanmar. Der nächste Schritt folgte im März 2012. Es gab Nachwahlen zum Parlament, bei der auch die Partei von Aung San Suu Kyi teilnehmen durfte. Ihre Partei erhielt die Mehrheit der Stimmen und sitzt nun als stärkste Gegenpartei zur Regierung im Parlament.

Die zivile Bevölkerung schaut nun zuversichtlich in die Zukunft und traut sich wieder öffentlich ihre politische Meinung auszusprechen. Der Einsatz von Aung San Suu Kyi für ein gerechteres, menschenwürdiges Leben in Myanmar trägt also bereits viele Früchte! 

1991 hatte sie für ihre Arbeit den Friedensnobelpreis erhalten. Jedoch konnte sie ihn erst im Sommer 2012 im norwegischen Oslo entgegen nehmen.

Nicole und Julia

Team Frieden Fragen

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