Was wollte Hitler?

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Hitler wollte die Demokratie abschaffen. Er wollte als Führer alleine die Macht besitzen. Und er wollte die angeblichen Feinde des Volkes, die Juden „entfernen“.
Für Hitler galt, dass der Stärkere die Pflicht habe sich gegen den Schwächeren durchzusetzen. So sei das Gesetz der Natur, das auch für Menschen und Völker gelte.
Die Starken, das waren für Hitler die Deutschen und die Schwachen, das waren für ihn die Juden, die Sinti und Roma und die Kommunisten, um nur einige zu nennen. 

Diejenigen, die Hitler zum deutschen Volk zählte, hatten die Aufgabe über die anderen zu herrschen. Um dies zu tun, musste Deutschland stärker als die anderen Länder werden. Dazu brauchte man Soldaten und Waffen. Man brauchte ein Volk, das dies auch wollte, und man brauchte einen starken Führer, der alle Macht besaß. Und dieser Führer konnte nur einer sein: Hitler selbst. Denn Hitler war überzeugt, dass nur er die Deutschen zum Sieg führen könne.

Die Deutschen, so Hitler, bräuchten mehr Raum zum Leben. Um diesen sogenannten neuen „Lebensraum“ für die Deutschen zu schaffen, sollten Länder in Osteuropa erobert werden. Und um die von Hitler benannten „Feinde Deutschlands“ endgültig zu besiegen, sollten alle Juden und Andersdenkende ermordet werden.
Es war ein grausamer Plan, den Hitler in seinem Buch „Mein Kampf“ niedergeschrieben hatte und den er auch verfolgte. Um seine Absichten zu verschleiern, gebrauchte er Wörter wie „Sonderbehandlung“ und „Endlösung“. Er meinte jedoch damit „töten“ und „ausrotten“.

Hitlers Ziele waren also klar: die Vernichtung aller Juden, die Eroberung von „Lebensraum“ im Osten und die Gewinnung der Überlegenheit über alle anderen Nationen.
Diese Ziele konnte er nur durch einen Krieg erreichen. Und dieser Krieg, der Zweite Weltkrieg, wurde von ihm vorbereitet und begann am 1.9.1939.

 

Wolfgang Benz berichtet über die Ziele Hitlers