Aktuelle Kriege

Sarabi, 15 Jahre, fragte am 27. Februar 2015

Gegen welche Länder führt Isayas Afewerki, der Präsident von Eritrea, Krieg?

Eritrea gehörte nach dem Zweiten Weltkrieg zu Äthiopien. 1993 erlangte Eritrea nach einem 30-jährigen Krieg die Unabhängigkeit. Seit diesem Zeitpunkt gibt es eine Uneinigkeit darüber, wo die Grenzen der beiden Länder verlaufen. Immer wieder kommt es zu kriegerischen Auseinandersetzungen an den Grenzgebieten.

Auch mit Dschibuti gibt es Konflikte über den Grenzverlauf. 2008 kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Ländern.

Deshalb findet eine so genannte Militarisierung Eritreas statt. Die Wehrpflicht beginnt für viele während der Schulzeit und dauert bis an ihr Lebensende.

Und auch die Menschenrechtslage in Eritrea ist erschreckend: Eritrea ist eines der ärmsten Länder der Welt. Bis heute gab es noch keine freien Wahlen. Wer versucht, der Wehrpflicht zu entkommen, muss mit schweren und langen Gefängnisstrafen rechnen. Willkürliche Festnahmen, Folter, Zwangsarbeit und schwerwiegende Einschränkungen der Bewegungs-, Meinungs- und Glaubensfreiheit gehören zum Alltag der Eritreer.

Aufgrund dieser schlechten und schwierigen Lebensbedingungen für die eritreische Bevölkerung, versuchen viele zu fliehen. Im ersten Halbjahr 2014 waren es über 23.000 Eritreer, die geflohen sind.