Was sind Atomwaffen?

Foto: UN Photo / DB
Zerstörte Gebäude in Hiroshima nach dem Atombombenabwurf.

 

Die Atombombe ist die stärkste und gefährlichste Waffe, die jemals entwickelt wurde.

Bei anderen Bomben wird die Energie zur Zerstörung durch Verbrennung erzeugt. Dabei entstehen heiße Gase, die sich ausdehnen. Es kommt so zu einer Explosion. Atombomben beruhen dagegen auf dem Prinzip der Kernspaltung oder Kernverschmelzungen von radioaktiven Materialien. Dabei werden Kräfte in Form von Hitze, Druck und Strahlung freigesetzt.

Die Zerstörungskraft von Atombomben ist so stark, dass die Menschen alles Leben auf der Erde auslöschen und so sich selbst und den Erdball zerstören könnten.

 

 

Wie werden Atome zu Waffen?

Atome sind so klein, dass man sie mit dem normalen Auge nicht sehen kann. In ihrem Kern befinden sich so genannte "Neutronen".

Im Jahr 1938 entdeckte der deutsche Chemiker Otto Hahn, dass man Atome spalten kann: Wenn man radioaktives Uran auf Atome "schießt", wird der Atomkern in zwei Teile aufgespalten . Dabei werden auch 2-3 Neutronen freigesetzt. Diese treffen nun wieder auf andere Atomkerne und spalten diese auch auf. Es entsteht eine sogenannte Kettenreaktion. Die dabei frei werdende Energie ist unvorstellbar groß. Sie wird bei einer Atombombe als Waffe verwendet.

 

 

Warum gibt es Atomwaffen?

Militärs und Politiker glaubten, dass eine solch starke Waffe andere Länder davon abhalten würde Kriege zu führen. Andere glaubten zunächst, dass man, wenn man die Atombombe hat, nicht mehr so viel Geld für andere Waffen (also für Panzer, Kampfflugzeuge, Kriegsschiffe usw.) ausgeben müsse. Doch trotz der Atombombe gibt es weiterhin Kriege.

Bei der Entwicklung der Atombombe ist nicht nur bei den beteiligten Wissenschaftlern die Diskussion darüber entstanden, ob der Mensch alles, was er kann - also z.B. Atombomben bauen - auch machen darf.

 

 

Warum sind Atomwaffen so gefährlich?

  • Sie können alles Leben in einem großen Umkreis zerstören.
  • Ihre radioaktive Strahlung bleibt über Jahrtausende hinweg vorhanden.
  • Herstellung, Lagerung und der Transport von Atomwaffen bringt immer die Gefahr der Zerstörung der Umwelt mit sich. 
  • Es gibt keinen wirklichen Schutz gegen Atomwaffen. Ein Weiterleben nach einem Atombombenabwurf ist kaum möglich.

 

 

 

 

Ist die zivile Nutzung von Atomkraft auch gefährlich?

Weltweit gibt es über 430 Atomkraftwerke in 30 Ländern. Sie produzieren Strom. Allerdings müssen die Abfälle eines Kraftwerkes Hunderte von Jahren in speziellen Lagern verwahrt werden.

Atomkraft ist generell gefährlich, weil das Material, aus dem sie gewonnen wird, radioaktiv sind. Leider kam es in vielen Kernkraftwerken bereits zu "Störfällen", bei denen auch radioaktive Strahlung freigesetzt wurde. 

Die Regierung in Deutschland zog aus diesen Gefahren die Konsequenzen und beschloss 2011, dass alle neun Kernkraftwerke in Deutschland stufenweise bis zum Jahr 2023 abgeschaltet werden sollen.

Nicole und Julia

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